Das IMP RiHV ist ein Hochleistungs-Prüfnetzwerk zur Nachbildung der Batterieimpedanz in Hochvolt-Bordnetzen. Es wurde für Prüfungen an EV-Komponenten der Spannungsklasse B entwickelt und unterstützt Anwendungen rund um Spannungsripple, dynamische Netzvorgänge und Load-Dump-Prüfungen gemäß LV123, VW80300 und ISO 21498-2.
Mit einer Nennspannung von 1.200 V DC, einem Dauerstrom bis 1.600 A und einem überlagerten AC-Strom bis 350 A RMS eignet sich das System für leistungsintensive Hochvolt-Prüfaufbauten. Umschaltbare RiHV-Widerstände sowie integrierte Kapazitäten ermöglichen die Anpassung des Impedanzverhaltens an unterschiedliche Prüfanforderungen.
Technische Merkmale RiHV
- Nennspannung: bis 1.200 V DC
- Dauerstrom: bis 1.600 A DC
- Überlagerter AC-Strom: bis 350 A RMS
- RiHV-Widerstände: 2 × 10 / 25 / 50 / 60 / 100 mΩ
- Dauerverlustleistung: bis 108 kW
- Interne Kapazität Cs: 13.000 µF, schaltbar
- Interne Kapazität Cy: auswählbar
- Strommessung: ±1.200 A RMS, Bandbreite 400 kHz
- Schnittstelle: Ethernet
- Normen / Prüfgrundlagen: LV123, VW80300, ISO 21498-2:2021
- Anwendung: Ripple-, Dynamik- und Load-Dump-Prüfungen an HV-Komponenten
- Systemintegration: kombinierbar mit Ripple Generator und ShieldBox für vollständige HV-Prüfaufbauten
Nachbildung der Batterieimpedanz für HV-Bordnetze
Das RiHV bildet die definierte Impedanz eines Hochvolt-Batteriesystems innerhalb des Prüfaufbaus nach. Dazu stehen mehrere umschaltbare Widerstandswerte zur Verfügung. Die im Datenblatt dargestellten Impedanzkennlinien zeigen, wie sich die verschiedenen RiHV-Konfigurationen über den Frequenzbereich verhalten und an die Anforderungen der ISO 21498-2 angepasst werden können.
Die auswählbaren Widerstände von 2 × 10 mΩ bis 2 × 100 mΩ ermöglichen unterschiedliche Impedanzniveaus. Zusammen mit der schaltbaren internen Kapazität Cs und der auswählbaren Cy-Kapazität lässt sich das Netzwerk für verschiedene HV-Prüfbedingungen konfigurieren.
Für Ripple-, Dynamik- und Load-Dump-Prüfungen
Das RiHV ist für Prüfungen vorgesehen, bei denen schnelle elektrische Vorgänge im Hochvolt-Bordnetz reproduziert werden müssen. Dazu zählen insbesondere:
- Ripple-Prüfungen
- Störfestigkeitsprüfungen gegen überlagerte Spannungsschwankungen
- dynamische Spannungsänderungen
- Load-Dump-Prüfungen
- Prüfungen an HV-Komponenten der EV-Spannungsklasse B
Normen und Prüfverfahren
Für die Auffindbarkeit würde ich die Normen auf dieser Produktseite sichtbar und nicht nur in den technischen Details platzieren:
- LV123
- VW80300
- ISO 21498-2:2021
- ISO 21498-2, Abschnitte 6.5 und 6.6
- VW80300 – HV Test Setup Type 2
Hohe Stromtragfähigkeit für leistungsintensive HV-Prüfungen
Mit bis zu 1.600 A DC Dauerstrom ist das RiHV für Hochstromanwendungen im elektrischen Hochvolt-Bordnetz ausgelegt. Zusätzlich können bis zu 350 A RMS als überlagerter AC-Strom geführt werden. Die Dauerverlustleistung des Netzwerks beträgt 108 kW.
Für die elektrische Anbindung stehen an HV+ und HV− Anschlussmöglichkeiten für jeweils bis zu 4 × 185 mm² zur Verfügung.
Integrierte Mess- und Überwachungsfunktionen
Das RiHV verfügt über einen integrierten Stromsensor sowie eine interne Zwischenkreisspannungsmessung. Laut Datenblatt arbeitet der Stromsensor mit einem Messbereich von ±1.200 A RMS bei einer Bandbreite von 400 kHz.
Über die Ethernet-Schnittstelle können interne Betriebsdaten überwacht und Steuerfunktionen ausgeführt werden. Dazu gehören unter anderem:
- Messung der HV-DC-Spannung
- Temperaturüberwachung
- Umschaltung von Cs
- Interlock-Funktion
Typische Anwendungen
Das RiHV eignet sich insbesondere für:
- HV-Komponenten in Elektrofahrzeugen
- Wechselrichter und Leistungselektronik
- On-Board-Charger
- DC/DC-Wandler
- elektrische Antriebssysteme
- Hochvolt-Nebenaggregate
- Automotive-EMV- und Ripple-Prüfstände
- Entwicklungs- und Validierungsprüfungen nach LV123, VW80300 und ISO 21498-2




